Justiz und NS-Vergangenheit: ein Essener Fall – Über Aufarbeitung, Korpsgeist und die deutsche Nachkriegsjustiz
Die deutsche Nachkriegsjustiz hat sich mit ihrer NS-Vergangenheit lange schwergetan. Die ersten Jahrzehnte der Bundesrepublik waren geprägt von personellen Kontinuitäten innerhalb der Gerichte und Staatsanwaltschaften. Strafverfahren gegen ehemalige NS-Juristen verliefen häufig im Sande, und in vielen Behörden blieben die aufgehängten Porträts früherer Amtsträger an ihrem Platz, ohne dass deren Rolle vor 1945 hinterfragt wurde. Wie dieses Muster im Konkreten wirkt, zeigt Bernd Schmalhausen am Beispiel des Landgerichts Essen. Der ehemalige Essener Staatsanwalt schildert den Streit um die Entfernung eines Gemäldes aus der Galerie der Gerichtspräsidenten, das einen Amtsinhaber mit nachweisbarer Rolle im NS-Justizapparat zeigte. Über Jahre verzögerte die Justizverwaltung eine Entscheidung, verwies auf Zuständigkeiten und auf spätere Forschungen. Aufschlussreich in diesem Zusammenhang ist ein anderer Vorgang: Vor 25 Jahren stieß eine geplante Gedenktafel für ermordete jüdische Richter und Rechtsanwälte in Teilen der Essener Justiz auf erheblichen Widerstand. In Kooperation mit dem VVN-BdA Essen. Eintritt frei. Anmeldung unter www.vhs-essen.de (Kursnummer 262.1B016N).
Euer Abend, Schritt für Schritt
Alles in Laufnähe zum Veranstaltungsort. Zeiten sind gerechnet, nicht reserviert — im Planner wird daraus ein vollständiger Ablauf.
- 16:44DavorRoseMarie Garten & Bar1 Min zu Fuß · 0 km
- 16:43DavorPfefferkorn2 Min zu Fuß · 0.1 km
- 18:00HauptmomentJustiz und NS-Vergangenheit: ein Essener Fall – Über Aufarbeitung, Korpsgeist und die deutsche NachkriegsjustizShow · Volkshochschule Essen · bis 19:30 Uhr
- 19:31DanachTeatro Club & Lounge Bar1 Min zu Fuß · 0.1 km
- 19:32DanachMusikpalette2 Min zu Fuß · 0.2 km