
Ein selbst begehbarer, mit Schlägel und Eisen markierter Themenweg durch den Bochumer Süden rund um Stiepel. Er verbindet Zeugnisse des frühen Steinkohlenbergbaus vom Lottental über den Kemnader See und den Leinpfad an der Ruhr bis zum ältesten erhaltenen Malakowturm des Ruhrgebiets. Diese Auswahl bündelt die wichtigsten benannten Stationen zu einem zusammenhängenden Fußweg.
Ein selbst begehbarer, mit Schlägel und Eisen markierter Themenweg durch den Bochumer Süden rund um Stiepel. Er verbindet Zeugnisse des frühen Steinkohlenbergbaus vom Lottental über den Kemnader See und den Leinpfad an der Ruhr bis zum ältesten erhaltenen Malakowturm des Ruhrgebiets. Diese Auswahl bündelt die wichtigsten benannten Stationen zu einem zusammenhängenden Fußweg.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Das denkmalgeschützte Maschinenhaus von 1855/56 gehörte zum Schacht Anna der Zeche Glücksburg und markiert am Eichenweg den Ausgangspunkt des Rundwegs. Der Bau aus Ruhrsandstein wird heute zu Wohnzwecken genutzt und zählt zu den ältesten erhaltenen Bergbauzeugnissen im Bochumer Süden.
Im Lottental erinnert die Station an den frühen Stollenbergbau der Zeche Glücksburg, die hier schon im 18. Jahrhundert oberflächennahe Steinkohle abbaute. Über in den Hang getriebene Stollen wurden die Flöze erschlossen, bevor später der Tiefbau folgte.
Die Station markiert den Julius-Philipp-Erbstolln, einen frühen Stollen im Lottental. Erbstollen wie dieser wurden angelegt, um Grubenwasser abzuleiten und die geförderte Kohle talwärts in Richtung Ruhr zu befördern.
Die Zeche Klosterbusch baute im Lottental Steinkohle ab und gilt als einer der zentralen Einstiegspunkte des Wegs. Von hier lässt sich der Weg auch verkürzt in Richtung Kemnader See begehen.
Der Stollenbetrieb Hagensieperbank steht für den kleinteiligen Stollenbergbau, der die Hänge des Lottentals durchzog. Die Station ordnet die Anlage in die Entwicklung des Reviers vom Stollen- zum Tiefbau ein.
Am Ufer des Kemnader Sees liegt die Zeche Vereinigte Gibraltar Erbstollen, deren Stollenmundloch bis heute erhalten ist. Der ab 1830 rund zwei Kilometer weit vorgetriebene Erbstollen transportierte Kohle zur Ruhr und entwässerte die Grubenbaue; die Zeche wurde 1883 stillgelegt.
Am Leinpfad nahe der Kemnader Brücke lag die Kohlenniederlage der Stollenzeche Schiffsruder. Von solchen Niederlagen wurde die Kohle auf Ruhrnachen verladen, die den Fluss als frühe Transportader nutzten.
Die Schleuse bei Blankenstein entstand im 18. Jahrhundert für die schiffbar gemachte Ruhr, über die Kohle aus dem südlichen Revier abtransportiert wurde. Sie zeugt vom Ausbau des Flusses zur wichtigsten Wasserstraße des frühen Kohlenhandels.
Das 1857 errichtete Zechenhaus der Zeche Vereinigte Pfingstblume steht an der Brockhauser Straße zwischen Dorfkirche und Kosterbrücke. Nach der Stilllegung der Zeche verfiel es und wurde ab 2004 vom Stiepeler Verein für Heimatforschung restauriert; heute dient es dem Verein als Begegnungsstätte.
Die Stiepeler Dorfkirche geht auf eine Gründung von 1008 zurück und zählt zu den ältesten erhaltenen Bauwerken Bochums. Sie liegt direkt am Wegverlauf und bildet den historischen Ortskern des alten Dorfs Stiepel.
Der 1874/75 errichtete Malakowturm der Zeche Brockhauser Tiefbau ist der einzige erhaltene Malakowturm dieser Bauart im Ruhrgebiet, mit Eckquaderung aus Ruhrsandstein. Über den massiven Turm wurde der Förderschacht bedient; er steht seit 1979 unter Denkmalschutz und erhielt 2015 ein neues Dach.