
Selbst begehbarer Geschichtsrundweg durch das ehemalige Bonner Regierungsviertel: In einem Bogen entlang von Rhein und Adenauerallee verbindet die Route die zentralen Schauplätze der bundesrepublikanischen Demokratiegeschichte – vom Haus der Geschichte über die früheren Plenarsäle und Amtssitze von Bundespräsident und Bundeskanzler bis zum Museum Koenig, wo 1948 der Parlamentarische Rat eröffnet wurde. Der kompakte Kernweg ist in rund zwei Stunden zu Fuß machbar.
Selbst begehbarer Geschichtsrundweg durch das ehemalige Bonner Regierungsviertel: In einem Bogen entlang von Rhein und Adenauerallee verbindet die Route die zentralen Schauplätze der bundesrepublikanischen Demokratiegeschichte – vom Haus der Geschichte über die früheren Plenarsäle und Amtssitze von Bundespräsident und Bundeskanzler bis zum Museum Koenig, wo 1948 der Parlamentarische Rat eröffnet wurde. Der kompakte Kernweg ist in rund zwei Stunden zu Fuß machbar.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Das Museum zur deutschen Zeitgeschichte seit 1945 ist der offizielle Startpunkt des Rundwegs; im Foyer steht ein Informationsterminal zum Weg der Demokratie. Der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei. Von hier aus lässt sich das gesamte ehemalige Regierungsviertel bequem zu Fuß erschließen.
Das 1969 fertiggestellte Hochhaus diente den Bundestagsabgeordneten als Bürogebäude und wurde zu einem Wahrzeichen der Bundeshauptstadt Bonn. Seit 2006 bildet es den Kern des UN-Campus und beherbergt zahlreiche Organisationen der Vereinten Nationen.
Das umgebaute alte Wasserwerk am Rhein diente dem Deutschen Bundestag von 1986 bis 1992 als provisorischer Tagungsort, während nebenan das neue Plenargebäude entstand. In diesem schlichten Saal wurden unter anderem wichtige Weichen zur deutschen Einheit gestellt.
Im neu errichteten, gläsernen Parlamentsgebäude tagte der Deutsche Bundestag von 1992 bis zum Umzug nach Berlin 1999. Heute wird der markante Bau am Rhein als World Conference Center Bonn für internationale Kongresse und Konferenzen genutzt.
In der ehemaligen Aula der Pädagogischen Akademie beriet der Parlamentarische Rat das Grundgesetz und verabschiedete es 1949. Über Jahrzehnte tagten hier anschließend Bundestag und Bundesrat – ein zentraler Ort der jungen Bundesrepublik.
Im Nordflügel des Bundeshauses tagte von 1949 bis 2000 der Bundesrat, die Vertretung der Länder im Bund. Nach dem Regierungsumzug blieb die Länderkammer noch ein Jahr länger in Bonn, bevor auch sie nach Berlin wechselte.
Im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig fand am 1. September 1948 der Festakt zur Eröffnung des Parlamentarischen Rates statt – der Auftakt der Arbeit am Grundgesetz. Heute ist es ein naturkundliches Museum und zugleich ein Gründungsort der Bundesrepublik.
Die klassizistische Villa aus dem 19. Jahrhundert ist seit 1950 Amtssitz der Bundespräsidenten. Sie dient dem Staatsoberhaupt bis heute als zweiter Amtssitz neben dem Berliner Schloss Bellevue; der zugehörige Park reicht bis an den Rhein.
Das gründerzeitliche Palais wählte Konrad Adenauer 1949 zum ersten Amtssitz des Bundeskanzlers; bis 1976 wurde von hier aus regiert. Es dient dem Bundeskanzleramt bis heute als Bonner Dienstsitz.
Der von Sep Ruf 1964 im modernen Bauhaus-Geist errichtete Flachbau im Park des Palais Schaumburg war bis 1999 Wohn- und Empfangsgebäude der Bundeskanzler. Von Ludwig Erhard bis Helmut Kohl empfingen hier Kanzler Staatsgäste; der denkmalgeschützte Bau ist für Führungen zugänglich.
Der 1976 bezogene Neubau war bis 1999 Amtssitz der Bundeskanzler von Helmut Schmidt bis Helmut Kohl. Seit dem Regierungsumzug nutzt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Gebäude.
Den Bürokomplex Tulpenfeld errichtete eine Versicherung in den 1960er Jahren und vermietete ihn an Bundesbehörden und die Presse. Von 1968 bis 1999 hatte hier die Bundespressekonferenz ihren Sitz, in der Regierungssprecher und Ministerien den Hauptstadtjournalisten Rede und Antwort standen.