
Der Kraheweg ist ein fest eingerichteter, selbst begehbarer Themenrundweg der Stadt Braunschweig rund um die historischen Wallanlagen. Er verbindet zwölf Bauten und Anlagen des Klassizisten Peter Joseph Krahe, der die aufgelassenen Festungswälle im frühen 19. Jahrhundert in öffentliche Promenaden umgestaltete. Der Rundgang ist rund neun Kilometer lang und schließt zwei Abstecher ein – zur Grabstätte Krahes und zum Portikus im Bürgerpark.
Der Kraheweg ist ein fest eingerichteter, selbst begehbarer Themenrundweg der Stadt Braunschweig rund um die historischen Wallanlagen. Er verbindet zwölf Bauten und Anlagen des Klassizisten Peter Joseph Krahe, der die aufgelassenen Festungswälle im frühen 19. Jahrhundert in öffentliche Promenaden umgestaltete. Der Rundgang ist rund neun Kilometer lang und schließt zwei Abstecher ein – zur Grabstätte Krahes und zum Portikus im Bürgerpark.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Die fruehklassizistische Villa entstand zwischen 1805 und 1808 nach Entwurf von Peter Joseph Krahe und gilt als sein architektonisches Hauptwerk. Sie steht am damals neu angelegten Augusttor und beherbergt heute den Kunstverein Braunschweig. Am Gebaeude erinnert die BLIK-Persoenlichkeitentafel an Krahe.
Die dorische Saeulenhalle diente urspruenglich als Torwache am Augusttor und entstand um 1804 bis 1807. 1896 versetzte man sie in den Buergerpark, wo sie seither als malerischer Staffagebau steht. Sie bildet einen der beiden offiziellen Abstecher des Rundwegs.
Der gusseiserne Obelisk in der Mitte des Loewenwalls wurde 1823 eingeweiht und erinnert an zwei in den Kriegen gegen Napoleon gefallene Braunschweiger Herzoege. Am Sockel stehen vier gusseiserne Loewen nach Vorbildern von Johann Gottfried Schadow sowie zwei Wasserbecken mit Springbrunnen.
Den ovalen Platz gestaltete Krahe zwischen 1812 und 1820 als Teil der Augusttor-Promenade; bis 1904 hiess er Monumentplatz. Er ist von Rosskastanien gerahmt und zaehlt zu den Hoehepunkten seiner Umwandlung der Wallanlagen in oeffentliche Gruenraeume.
Auf dem Dom- und Magnifriedhof liegt heute die Grabstaette Peter Joseph Krahes, der 1840 in Braunschweig starb. Sein Grabmal wurde 1972 hierher versetzt. Der Friedhof ist der zweite offizielle Abstecher des Rundwegs.
Am Steintor errichtete Krahe ein Paar klassizistischer Torhaeuser, das den Uebergang vom Wallring in die Ausfallstrasse markierte. Eines der beiden Gebaeude beherbergt heute das Museum fuer Photographie.
Dieser Abschnitt der Wallpromenade grenzt an das fruehere herzogliche Viertel und liegt heute zwischen Staatstheater und Landesmuseum. Er zeigt, wie Krahe die aufgegebenen Befestigungen in zusammenhaengende Parkflaechen verwandelte.
Auch am Fallersleber Tor setzte Krahe ein Paar Torhaeuser, das den Stadteingang am noerdlichen Wallring kennzeichnete. Die gleichfoermige klassizistische Gestaltung verband die verschiedenen Tore des Rings zu einem einheitlichen Bild.
Die beiden Torhaeuser am Wendentor gehoeren zu Krahes System klassizistischer Torbauten, das die Kreuzungen von Wallring und Ausfallstrassen ordnete. Sie markieren den noerdlichen Zugang zur Innenstadt.
Die klassizistische Wohnvilla entstand 1827 nach Krahes Entwurf an der Wallpromenade. Sie steht beispielhaft fuer die vornehmen Privathaeuser, die den neuen Ring saeumten, und schliesst den Rundgang zurueck Richtung Villa Salve Hospes.