
Selbst begehbarer Rundgang durch das Jugendstil-Ensemble der Mathildenhöhe, seit 2021 UNESCO-Welterbe. Die Route führt vom Plateau mit Russischer Kapelle, Ausstellungsgebäude und Hochzeitsturm über den Platanenhain und den Gartenpavillon zum Museum Künstlerkolonie und weiter zu den Künstlerwohnhäusern am Alexandraweg.
Selbst begehbarer Rundgang durch das Jugendstil-Ensemble der Mathildenhöhe, seit 2021 UNESCO-Welterbe. Die Route führt vom Plateau mit Russischer Kapelle, Ausstellungsgebäude und Hochzeitsturm über den Platanenhain und den Gartenpavillon zum Museum Künstlerkolonie und weiter zu den Künstlerwohnhäusern am Alexandraweg.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Die russisch-orthodoxe Kirche der Heiligen Maria Magdalena entstand 1897 bis 1899 für Zar Nikolaus II. und seine aus dem Haus Hessen-Darmstadt stammende Frau Alexandra. Mit ihren vergoldeten Zwiebeltürmen bildet sie den westlichen Auftakt des Mathildenhöhe-Plateaus. Für den Bau wurde eigens Erde aus Russland herangebracht, damit das Gotteshaus auf heimatlichem Boden steht.
Das langgestreckte Wasserbecken auf der oberen Terrasse gehört zur Gartengestaltung, die die Bauten der Mathildenhöhe zu einem Gesamtkunstwerk verbindet. Es gliedert den zentralen Platz vor dem Ausstellungsgebäude und spiegelt bei ruhigem Wasser die umgebende Architektur.
Das 1908 von Joseph Maria Olbrich errichtete Ausstellungsgebäude war Schauplatz der großen Kolonie-Ausstellung von 1908 und dient bis heute als Kunsthalle für Wechselausstellungen. Gemeinsam mit dem angebauten Hochzeitsturm bildet es das bauliche Herzstück des Ensembles.
Der rund 48 Meter hohe Backsteinturm wurde 1905 bis 1908 nach Plänen von Joseph Maria Olbrich als Geschenk der Stadt zur Vermählung des Großherzogs Ernst Ludwig mit Eleonore errichtet. Sein charakteristisches Dach in Form einer erhobenen Hand mit fünf Fingern machte ihn zum Wahrzeichen Darmstadts. Von der Aussichtsebene reicht der Blick weit über die Stadt bis in den Odenwald.
Der schattige Platanenhain wurde 1914 von Bernhard Hoetger mit Reliefpfeilern, Figuren und Brunnen zu einem begehbaren Skulpturengarten ausgestaltet. Der Ort verbindet gewachsene Natur und Bildhauerkunst und gehörte zur letzten großen Ausstellung der Künstlerkolonie 1914.
Der offene Gartenpavillon, im Volksmund Schwanentempel genannt, entstand zur Ausstellung von 1914 nach einem Entwurf von Albin Müller. Der kleine Säulenbau setzt einen dekorativen Akzent in der Gartenanlage und lädt zum Verweilen ein.
Das 1901 von Joseph Maria Olbrich als gemeinschaftliches Atelierhaus errichtete Ernst-Ludwig-Haus mit seinem tiefen, vergoldeten Rundbogenportal bildet die Mitte des Ensembles. Heute beherbergt es das Museum Künstlerkolonie, das mit Möbeln, Glas, Keramik, Schmuck und Grafik die Geschichte der Kolonie von 1899 bis 1914 erzählt.
Das kleinste der zur Gründungsausstellung 1901 errichteten Wohnhäuser entwarf Joseph Maria Olbrich für Wilhelm Deiters, den geschäftsführenden Direktor der Kolonie. Heute wird das schlichte Haus vom Deutschen Polen-Institut genutzt.
Joseph Maria Olbrich baute dieses Haus 1901 als eigenes Wohnhaus auf der Mathildenhöhe. Die blau-weiß gegliederte Fassade zeigt beispielhaft, wie Architektur und angewandte Kunst in der Kolonie zusammengeführt wurden.
Für den Bildhauer Ludwig Habich entwarf Olbrich 1901 dieses vergleichsweise zurückhaltende Wohnhaus mit angeschlossenem Atelier. Es reiht sich in die Künstlerwohnhäuser am Alexandraweg ein, die zur ersten Ausstellung entstanden.
Das kleinere der beiden Glückert-Häuser entstand 1901 nach einem Entwurf von Joseph Maria Olbrich. Wie das benachbarte große Haus ging es noch vor der Fertigstellung in den Besitz des Möbelfabrikanten Julius Glückert über.
Das repräsentative Wohnhaus errichtete Joseph Maria Olbrich 1901 für den Möbelfabrikanten Julius Glückert; es zählt zu den größten Bauten der Ausstellung. Heute hat hier die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ihren Sitz.
Das Haus Behrens gestaltete der Maler und Architekt Peter Behrens 1901 als sein eigenes Wohnhaus – zugleich sein erstes Bauwerk überhaupt. Vom Äußeren über die Möbel bis zu Geschirr und Textilien entwarf er alles selbst und schuf so ein frühes Gesamtkunstwerk des Jugendstils.