
Ein selbst begehbarer Literaturpfad durch die Dresdner Neustadt entlang der Lebensorte von Erich Kästner — vom Erich Kästner Museum in der Villa Augustin am Albertplatz über Wohnungen, Schule und Kirche bis zum Geburtshaus an der Königsbrücker Straße.
Ein selbst begehbarer Literaturpfad durch die Dresdner Neustadt entlang der Lebensorte von Erich Kästner — vom Erich Kästner Museum in der Villa Augustin am Albertplatz über Wohnungen, Schule und Kirche bis zum Geburtshaus an der Königsbrücker Straße.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Die Villa am Albertplatz gehörte Kästners Onkel Franz Augustin, den der Junge als Kind oft besuchte. Seit 2000 beherbergt das nach dem Krieg wieder aufgebaute Haus das Erich Kästner Museum und ein Literaturhaus. Hier bildet der selbst begehbare Pfad durch die Neustadt seinen Ausgangspunkt.
Der Albertplatz war für den jungen Kästner ein zentraler Ort des Alltags, den er täglich auf dem Schulweg querte und dessen Treiben er von der Gartenmauer der Villa Augustin beobachtete. Heute erinnert am Platz ein Denkmal an den Schriftsteller. Der Platz bildet den geografischen Mittelpunkt des Kästner-Viertels.
Die Dreikönigskirche an der Hauptstraße war die Gemeindekirche der Familie Kästner. Hier wurde Erich Kästner getauft und später konfirmiert. Sie liegt wenige Schritte südlich des Albertplatzes.
In der 4. Bürgerschule an der Tieckstraße in der Inneren Neustadt ging Erich Kästner zur Schule. Das ursprüngliche Schulhaus ist nicht erhalten; an der Adresse befindet sich heute ein berufliches Schulzentrum. Die Station markiert einen der Kindheitsorte im Viertel.
Auf diesem Gelände unterhielt der Turnverein für Neu- und Antonstadt bis 1945 Turnhallen und einen Sportplatz. Hier absolvierte der junge Kästner seine ersten Turnübungen. Nach der Zerstörung entstand an gleicher Stelle das heutige Kulturzentrum Scheune.
An der Louisenstraße lag der Blumenladen Stamnitz, der als Blumen-Stammnitz bis heute besteht. Kästners Mutter Ida, die als Friseurin auch Brautfrisuren fertigte, kaufte hier den Blumenschmuck. Die Station steht für den Arbeitsalltag der Familie in der Neustadt.
Das Wohn- und Geschäftshaus an der Königsbrücker Straße 38 zählt zu den Adressen, an denen die Familie Kästner in der Neustadt wohnte. Seine gesamte Kindheit und Jugend verbrachte Kästner an dieser Straße.
In der Königsbrücker Straße 48 lebte die Familie Kästner bis 1911. Das Haus liegt nur wenige Nummern von seinem Geburtshaus entfernt und gehört zu den nachgewiesenen Wohnadressen der Familie.
An der Ecke Königsbrücker Straße und Jordanstraße befand sich die Gaststätte Sibyllenort. Hier kaufte der junge Kästner das Bier für das Einstandsfest, mit dem seine Mutter sich als Friseurin selbstständig machte.
Im vierten Obergeschoss des 1895 erbauten Hauses Königsbrücker Straße 66 wurde Erich Kästner am 23. Februar 1899 geboren. Eine Gedenktafel am Wohn- und Geschäftshaus erinnert an ihn. Es ist der zentrale biografische Ort des Pfades.
Ab 1913 besuchte Kästner das Freiherrlich von Fletchersche Lehrerseminar an der Marienallee in der Albertstadt. Kurz vor Abschluss brach er die Ausbildung zum Volksschullehrer ab. Das nach 1945 wiederaufgebaute Gebäude nutzt heute eine Waldorfschule.