
Rund ein Kilometer langer, frei begehbarer Skulpturen- und Brunnenweg entlang der Fußgängerzone Königstraße und in die angrenzende Altstadt. Von der IHK bis zum Mercatorbrunnen reihen sich moderne Wasserplastiken – darunter der berühmte Lifesaver von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely – und historische Brunnen aneinander. Die Meile entstand ab 1983 im Zuge des Umbaus der Königstraße und wurde 1993 vervollständigt.
Rund ein Kilometer langer, frei begehbarer Skulpturen- und Brunnenweg entlang der Fußgängerzone Königstraße und in die angrenzende Altstadt. Von der IHK bis zum Mercatorbrunnen reihen sich moderne Wasserplastiken – darunter der berühmte Lifesaver von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely – und historische Brunnen aneinander. Die Meile entstand ab 1983 im Zuge des Umbaus der Königstraße und wurde 1993 vervollständigt.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Der sogenannte Ankerbrunnen entstand 1958 nach einem Entwurf des Bildhauers Zoltán Székessy und steht an der Ecke Mercatorstraße/Friedrich-Wilhelm-Straße vor dem Gebäude der Industrie- und Handelskammer. Die Anker-Motive verweisen auf die Bedeutung Duisburgs als Binnenhafen- und Handelsstadt. Er zählt zu den älteren, historischen Brunnen der Innenstadt und bildet einen guten Ausgangspunkt am Südostrand der Brunnenmeile.
Die abstrakte Edelstahl-Brunnenplastik von André Volten steht im östlichen Abschnitt der Fußgängerzone am Averdunkplatz und markiert seit 1983 den Auftakt der modernen Brunnenmeile. Wegen ihrer streng geometrischen, kubischen Form trägt sie im Volksmund den Spitznamen Waschmaschine. Volten gilt als bedeutender Vertreter der konstruktiv-konkreten Kunst der Niederlande.
Die farbenfrohe Bronzeplastik Wassermühle schuf der für seine verspielte, comicartige Formensprache bekannte Künstler Otmar Alt im Jahr 1986. Sie steht auf der Königstraße an der Kreuzung zur Hohen Straße und verbindet fließendes Wasser mit fantasievollen Figuren. Die Arbeit setzt einen bewusst heiteren Kontrast zu den strengeren Skulpturen der Meile.
Stadtbild von Ulf Hegewald entstand zwischen 1991 und 1993 aus rotbrauner Keramik und Beton und steht auf der Königstraße nahe der Claubergstraße. Die reliefartige Gestaltung nimmt Motive der Stadt und ihrer Architektur auf. Das Werk gehört zu den Brunnen, die im Zuge des Umbaus der Fußgängerzone nach dem Bau des Stadtbahntunnels aufgestellt wurden.
Der Lifesaver ist das bekannteste Werk der Brunnenmeile und entstand aus der Zusammenarbeit von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely. Die über sieben Meter hohe, bunte Figurengruppe aus Polyester und Stahl verbindet Saint Phalles typische runde Nana-Formen mit Tinguelys beweglicher Maschinenkunst und Wasserfontänen. Sie steht auf der Königstraße an der Ecke Düsseldorfer Straße/Am Burgacker.
Die aus vielen dreieckigen Stahlsegmenten geschweißte, etwa vier Meter große Kugel schuf Friedrich Werthmann 1965 als Hommage an den in Duisburg wirkenden Kartografen Gerhard Mercator. Ursprünglich stand sie als Brunnen auf der Königstraße; 2012 wurde sie an ihren heutigen Standort am neu gestalteten Kuhlenwall-Karree nahe Mercators einstigem Wohnort versetzt. Die durchbrochene, dynamische Form spielt auf Erdkugel und Bewegung an.
Die Schiffsmasken von Thomas Virnich stehen am westlichen Ende der Königstraße nahe dem Kuhtor und wurden zwischen 1991 und 1993 aus Stahl und Backstein geschaffen. Die maskenhaften Formen spielen auf die Schifffahrts- und Hafengeschichte Duisburgs an. Das Werk markiert den Übergang von der Einkaufsmeile zur Altstadt.
Wasa Marjanov schuf 1992 diese Wasserskulptur aus Edelstahl, die auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz etwas abseits der Königstraße steht. Zylinder, Kegel, Terrassen und Stufen bilden zusammen mit dem Wasser ein abwechslungsreiches Spiel aus Formen und Bewegung. Sie zählt zu den sieben Hauptwerken der Brunnenmeile.
Der Tritonbrunnen steht in der Altstadt an der Münzstraße und gehört zu den historischen Brunnen der Innenstadt. Das Motiv des Meeresgottes Triton mit Delfinen greift ein klassisches Brunnenthema auf. Er ergänzt die moderne Brunnenmeile um ein älteres, figürliches Beispiel Duisburger Brunnenkunst.
Der Mercatorbrunnen von 1878 steht am Burgplatz in der Altstadt und wurde nach einem Entwurf von Hermann Schülke vom Düsseldorfer Bildhauer Joseph Reiss aus Sandstein ausgeführt. Auf dem historistischen Aufbau mit vier Säulen und Delfinen thront eine rund 2,5 Meter hohe Figur des Kartografen Gerhard Mercator. Nahe Rathaus und Salvatorkirche bildet er einen repräsentativen Abschluss des Rundgangs.