
Rund 2,7 km langer, selbst begehbarer Altstadt-Rundgang durch Fürth: von der ersten deutschen Eisenbahn über die Gründerzeit-Prachtstraßen bis zum jüdischen Erbe des einstigen "Fränkischen Jerusalem". Start am Centaurenbrunnen vor dem Hauptbahnhof, Ziel am Grünen Markt im Zentrum.
Rund 2,7 km langer, selbst begehbarer Altstadt-Rundgang durch Fürth: von der ersten deutschen Eisenbahn über die Gründerzeit-Prachtstraßen bis zum jüdischen Erbe des einstigen "Fränkischen Jerusalem". Start am Centaurenbrunnen vor dem Hauptbahnhof, Ziel am Grünen Markt im Zentrum.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Der bronzene Centaurenbrunnen aus der Zeit um 1890 steht auf dem Bahnhofplatz vor dem Fürther Hauptbahnhof. Er erinnert an die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth und ist der Startpunkt des Rundgangs.
Das Stadtmuseum ist in der früheren Ottoschule untergebracht, einem spätklassizistischen Schulbau des 19. Jahrhunderts. Zu den bekannten ehemaligen Schülern zählt der Schriftsteller Jakob Wassermann. Gezeigt wird die Stadtgeschichte Fürths mit Schwerpunkt auf Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.
Die Hornschuchpromenade ist eine der beiden Gründerzeit-Prachtstraßen Fürths mit repräsentativen Fassaden aus Historismus und Jugendstil, entstanden zwischen 1883 und 1904. Benannt ist sie nach dem Textilfabrikanten und Stifter Christian Heinrich Hornschuch.
Parallel zur Hornschuchpromenade verläuft die ebenso prunkvolle Königswarterstraße, benannt nach dem jüdischen Mäzen Wilhelm Königswarter. Die repräsentative Straßenachse mit begrüntem Mittelstreifen entstand im Zuge des Gründerzeit-Ausbaus entlang der einstigen Ludwigsbahn-Trasse.
Hier stand der Fürther Endbahnhof der Bayerischen Ludwigseisenbahn, die am 7. Dezember 1835 als erste dampfbetriebene Eisenbahn Deutschlands eröffnet wurde. Der alte Bahnhof wurde 1938 abgerissen; heute ist die Fürther Freiheit ein großer zentraler Platz.
Das Stadttheater wurde 1902 eröffnet und von den bekannten Theaterarchitekten Fellner und Helmer im neobarocken Stil errichtet. Der aufwendig gestaltete Bau zählt zu den architektonischen Höhepunkten der Stadt.
Der Stadtpark erstreckt sich nördlich der Königstraße hinter dem Theater als landschaftlich gestaltete Grünanlage bis zum Ufer der Pegnitz. Rosengarten und geschwungene Wegeführung machen ihn zur grünen Ruhezone mitten in der Stadt.
Das zwischen 1840 und 1850 errichtete Rathaus ist mit seinem rund 55 Meter hohen Turm das höchste Gebäude der Innenstadt. Der Turm ist dem Palazzo Vecchio in Florenz nachempfunden und wird zu besonderen Anlässen festlich beleuchtet.
Gegenüber dem Rathaus dokumentiert das Jüdische Museum Franken in einem barocken Wohnhaus die Geschichte jüdischen Lebens in der Region. Fürth galt über Jahrhunderte als bedeutendes Zentrum und wurde als 'Fränkisches Jerusalem' bezeichnet.
In der Geleitsgasse erinnert das 1986 errichtete Synagogendenkmal des Künstlers Kunihiko Kato an den in der NS-Zeit vernichteten Israelitischen Schulhof, das jahrhundertelange Zentrum der jüdischen Gemeinde. Flammenformen stehen für das ewige Licht und die Menora; eine Inschrift zitiert Verse aus Psalm 79.
Die Gustavstraße im Kern der Altstadt ist von historischen Fachwerk- und Barockhäusern gesäumt und markiert die Keimzelle der Stadt. Heute ist sie als Kneipen- und Ausgehviertel Fürths bekannt.
St. Michael ist die älteste erhaltene Kirche Fürths und gilt als Ausgangspunkt der Stadtgeschichte. Die gotische Hallenkirche steht mitten in der Altstadt am Kirchenplatz, unweit der Gustavstraße.
Der 1607 angelegte alte jüdische Friedhof umfasst rund 1,7 Hektar und ist von einer hohen Sandsteinmauer umgeben. Er zeugt von der einst großen und einflussreichen jüdischen Gemeinde Fürths; das Gelände ist der Totenruhe wegen nicht öffentlich zugänglich und nur von außen zu sehen.
Der Grüne Markt ist der zentrale, belebte Marktplatz nahe dem Rathaus und traditioneller Handelsort der Innenstadt. Hier endet der Rundgang mitten im lebendigen Zentrum Fürths.