
Selbst begehbarer Themenrundgang entlang der roten Bodenlinie durch die Hamburger Neustadt: Stadt- und Kulturgeschichte des ältesten Hamburger Quartiers zwischen Michel, Großneumarkt und Fleetinsel. Aus den rund 33 offiziellen Stationen sind hier 13 zentrale, gut auffindbare Orte zu einer sinnvollen Fußgänger-Runde zusammengestellt.
Selbst begehbarer Themenrundgang entlang der roten Bodenlinie durch die Hamburger Neustadt: Stadt- und Kulturgeschichte des ältesten Hamburger Quartiers zwischen Michel, Großneumarkt und Fleetinsel. Aus den rund 33 offiziellen Stationen sind hier 13 zentrale, gut auffindbare Orte zu einer sinnvollen Fußgänger-Runde zusammengestellt.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Die barocke Hauptkirche St. Michaelis ist das bekannteste Wahrzeichen Hamburgs und dem Erzengel Michael geweiht. Ihr rund 132 Meter hoher Turm traegt eine Aussichtsplattform mit weitem Rundblick ueber Stadt und Hafen. Der Michel ist einer der offiziellen Startpunkte des Hummel-Bummel und der natuerliche Auftakt der Runde.
An der Peterstraße reihen sich im Stil des alten Hamburg rekonstruierte Buergerhaeuser, die das historische Straßenbild der Neustadt wieder aufgreifen. In ihnen liegt das KomponistenQuartier mit Museen zu Komponisten mit Hamburg-Bezug, darunter Telemann, C. P. E. Bach, Johannes Brahms sowie Fanny und Felix Mendelssohn. Die Station erinnert an die musikalische Tradition des Viertels.
Das Museum fuer Hamburgische Geschichte am Holstenwall zeigt die Entwicklung der Stadt von den Anfaengen bis in die Gegenwart. Der markante Backsteinbau am Rand von Planten un Blomen wurde vom Architekten Fritz Schumacher entworfen. Das Museum gehoert zu den Initiatoren des Rundgangs und ist zugleich einer seiner offiziellen Startpunkte.
Der Hummelbrunnen erinnert an den Wassertraeger Johann Wilhelm Bentz, im Volksmund "Hans Hummel", der als Hamburger Stadtoriginal galt. Auf ihn geht der Gruß "Hummel, Hummel - Mors, Mors" zurueck, der dem Rundgang seinen Namen gibt. Das Brunnendenkmal schuf der Bildhauer Richard Kuoehl im Jahr 1938.
An den Kohlhoefen stand die 1857 bis 1859 nach Plaenen des Architekten Albert Rosengarten errichtete Hauptsynagoge der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Sie war eines der bedeutendsten juedischen Gotteshaeuser der Neustadt und ging in der NS-Zeit verloren. Der Ort verweist auf die einst lebendige juedische Gemeinde des Quartiers.
In einem Hinterhof der Poolstraße haben sich Reste des Israelitischen Tempels erhalten, einer fruehen liberalen Reformsynagoge des 19. Jahrhunderts. Der Hamburger Tempelverband zaehlte zu den ersten Gemeinden, die einen reformierten juedischen Gottesdienst pflegten. Die Ruine gehoert heute zu den wenigen sichtbaren Zeugnissen juedischen Lebens in der Neustadt.
Der Großneumarkt ist der zentrale Platz der Neustadt und seit jeher ihr geselliger Mittelpunkt. Historisch diente er unter anderem als "Musikerboerse", an der Musiker fuer Auftritte engagiert wurden. Heute saeumen Cafes, Restaurants und ein Wochenmarkt den von Buergerhaeusern umstandenen Platz.
Der Cotton Club im Keller am Alter Steinweg gilt als aeltester Jazzclub Hamburgs und besteht seit 1959. Bis heute wird hier regelmaeßig Live-Jazz gespielt. Der Club steht fuer die Musikszene, die das Quartier rund um den Großneumarkt seit Jahrzehnten praegt.
Der Paradieshof am Alter Steinweg ist ein historischer Wohnhof, wie er fuer die einst dicht bebaute alte Neustadt typisch war. Solche Hoefe und Terrassen boten hinter den Straßenfronten zusaetzlichen Wohnraum. Er vermittelt einen Eindruck vom frueheren Alltagsleben im Viertel.
Die Ellerntorsbruecke fuehrt ueber das Fleet am westlichen Rand der historischen Innenstadt. Ihr Name erinnert an das fruehere Ellerntor, eines der alten Stadttore in den ehemaligen Wallanlagen Hamburgs. Hier verlief einst die befestigte Grenze der Stadt zum Umland.
Die Admiralitaetstraße traegt ihren Namen nach dem Arsenal der hamburgischen Admiralitaet, das hier zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Admiralitaet verwaltete damals das Konvoi- und Wehrwesen der Seestadt. Die Straße verlaeuft entlang der Fleete im alten Hafenrand der Neustadt.
Die Michaelisbruecke ueberquert das Fleet und gibt den Blick auf die unmittelbar am Wasser stehenden Speichergebaeude frei. Sie zeigt das fuer die Neustadt typische Nebeneinander von Wohn- und Lagerhaeusern am Kanal. Die Bruecke liegt nur wenige Schritte vom Kleinen Michel entfernt.
Die katholische Kirche St. Ansgar wird "Kleiner Michel" genannt - als Gegenstueck zum großen St. Michaelis. Sie ist seit dem fruehen 19. Jahrhundert die katholische Gemeindekirche der Hamburger Innenstadt. Der heutige Bau entstand nach den Zerstoerungen des Zweiten Weltkriegs neu und bildet den Abschluss der Runde nahe dem Ausgangspunkt.