
Ein selbst begehbarer Themen-Spaziergang durch Jena entlang der Geschichte von Optik und Licht — von modernen Laserlaboren über das älteste Planetarium der Welt bis zu den Wirkungsstätten von Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott.
Ein selbst begehbarer Themen-Spaziergang durch Jena entlang der Geschichte von Optik und Licht — von modernen Laserlaboren über das älteste Planetarium der Welt bis zu den Wirkungsstätten von Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Forschungseinrichtung für Hochleistungslaser und extreme Lichtfelder, getragen von der Universität Jena und dem GSI Helmholtzzentrum. Hier steht unter anderem der Petawatt-Laser POLARIS, mit dem sich geladene Teilchen auf kürzeste Distanz beschleunigen lassen. Der Standort steht für den modernen Teil von Jenas Ruf als Lichtstadt.
Zentraler Sitz der Physik an der Friedrich-Schiller-Universität. In den frühen 1960er Jahren wurden hier erste Jenaer Laser entwickelt und öffentlich vorgeführt. Der Platz erinnert an den Physiker Max Wien, der in Jena zur Hochfrequenztechnik forschte.
1926 eröffnet, gilt es als das älteste durchgehend betriebene Planetarium der Welt. Der zugehörige Projektionsapparat wurde bei Carl Zeiss in Jena entwickelt und begründete die Bauart des modernen Sternentheaters. Die markante Kuppel liegt am Rand des Botanischen Gartens.
Historisches Gartenhaus, in dem der Physiker Johann Wilhelm Ritter zu Beginn des 19. Jahrhunderts arbeitete. Ihm gelang hier um 1801 der Nachweis der unsichtbaren ultravioletten Strahlung jenseits des sichtbaren Lichts. Der Ort steht damit für die frühe Jenaer Lichtforschung.
Das Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität steht an der Stelle des früheren Stadtschlosses. Im 17. Jahrhundert richtete der Gelehrte Erhard Weigel hier einen begehbaren Himmelsglobus ein, einen frühen Vorläufer des Planetariums. Das Haus verbindet so die astronomische Tradition Jenas mit der Gegenwart.
An diesem älteren Universitätsstandort erinnert ein Gedenkstein an Ernst Abbe (1840–1905). Der Physiker entwickelte die wissenschaftliche Theorie der Mikroskop-Abbildung und schuf damit die Grundlage für die optische Industrie Jenas. Der Stein trägt die nach ihm benannte Auflösungsformel; Abbe lehrte und forschte über Jahrzehnte an der Universität.
Mit rund 160 Metern das höchste Gebäude Jenas und weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt. Der zylindrische Turm entstand in den 1970er Jahren als Forschungsbau für den VEB Carl Zeiss Jena. In etwa 128 Metern Höhe gibt es eine öffentliche Aussichtsplattform mit Rundblick über die Stadt.
Der heutige Universitätscampus liegt auf dem Gelände des früheren Zeiss-Hauptwerks. Von hier aus wuchs das Unternehmen Carl Zeiss zum weltweit führenden Hersteller optischer Instrumente. Der weite Platz mit seinen Skulpturen erinnert an die industrielle Blütezeit der Optik in Jena.
Ein tempelartiger Gedenkpavillon für Ernst Abbe, entworfen von Henry van de Velde und zwischen 1908 und 1911 errichtet. Im Inneren befinden sich eine Marmorherme von Max Klinger und Bronzereliefs von Constantin Meunier. Das Denkmal steht frei auf dem Platz, direkt gegenüber dem Optischen Museum.
Museum zur Geschichte der Optik mit Instrumenten aus mehreren Jahrhunderten. Es zeigt, wie Jena durch das Zusammenwirken von Carl Zeiss, Ernst Abbe und dem Glaschemiker Otto Schott zum Zentrum der optischen Industrie wurde. Das Haus wird derzeit umfassend saniert und soll wiedereröffnet werden.