
Selbst begehbarer Altstadt-Rundgang zu den drei Lübecker Nobelpreisträgern: den Literaten Thomas Mann und Günter Grass sowie dem Friedensnobelpreisträger Willy Brandt. Der Weg verbindet die Schauplätze der "Buddenbrooks" mit den beiden Nobelpreis-Museen im Königstraßen-Viertel.
Selbst begehbarer Altstadt-Rundgang zu den drei Lübecker Nobelpreisträgern: den Literaten Thomas Mann und Günter Grass sowie dem Friedensnobelpreisträger Willy Brandt. Der Weg verbindet die Schauplätze der "Buddenbrooks" mit den beiden Nobelpreis-Museen im Königstraßen-Viertel.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Das klassizistische Kaufmannshaus gab Thomas Manns Familienroman "Buddenbrooks" seinen Schauplatz und gehörte tatsächlich den Großeltern der Familie Mann. Heute beherbergt es ein Museum zu Leben und Werk von Heinrich und Thomas Mann. Wegen umfassender Sanierung ist das Haus derzeit geschlossen, bleibt als Startpunkt der Route aber der zentrale literarische Ort.
Die gewaltige gotische Backsteinkirche am Markt gilt als Mutterkirche der norddeutschen Backsteingotik und war die Taufkirche Thomas Manns. 1942 brannte sie nach Bombenangriffen weitgehend aus; Mann trug später zum Wiederaufbau bei. Sie steht direkt neben dem Buddenbrookhaus.
Das mittelalterliche Backsteinrathaus am Markt zählt zu den ältesten und schönsten Deutschlands und ist bis heute Sitz der Stadtverwaltung. Als Zentrum der hanseatischen Kaufmannsmacht verkörpert es die bürgerlich-patrizische Welt, die Thomas Mann in den "Buddenbrooks" schildert.
Das repräsentative Kaufmannshaus mit seiner typischen Lübecker Diele steht für die patrizische Wohnkultur, die in den "Buddenbrooks" beschrieben wird. Der Bau wird heute als gehobenes Restaurant und Veranstaltungshaus genutzt und liegt unweit des Buddenbrookhauses in Richtung Trave.
Das 1908 eröffnete Stadttheater gilt als eines der wenigen erhaltenen Jugendstil-Theatergebäude Deutschlands. Als kulturelles Zentrum der Stadt gehört es zum bürgerlichen Lübeck der Mann-Zeit und markiert den Übergang der Route in den nördlichen Altstadtteil.
Das 1535 errichtete Zunfthaus der Seefahrer besitzt einen berühmten historischen Saal mit Schiffsmodellen und langen Tischreihen. Es verkörpert die seefahrende Hansekaufmannschaft und wird bis heute als traditionsreiches Restaurant geführt.
Das 1444 in spätgotischem Backsteinstil vollendete Burgtor war das nördliche Stadttor der Hansestadt und ist neben dem Holstentor eines von zwei erhaltenen Toren der mittelalterlichen Befestigung. Es bildet den nördlichen Wendepunkt des Rundgangs.
In zwei klassizistischen Bürgerhäusern zeigt das Kunstmuseum Malerei der Romantik und der Moderne, darunter Werke von Edvard Munch und Lübecker Künstlern. Die Räume vermitteln zugleich das Wohnambiente wohlhabender Lübecker Familien des 19. Jahrhunderts.
Das 2002 eröffnete Museum ist dem Literaturnobelpreisträger Günter Grass als Forum für Literatur und bildende Kunst gewidmet. Es zeigt Manuskripte, Grafiken, Zeichnungen und Skulpturen aus seinem Nachlass und beleuchtet das Zusammenspiel von Schreiben und bildnerischem Werk.
Museum und Gedenkort für den in Lübeck geborenen Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt, eröffnet 2007. Die Dauerausstellung zeichnet seinen Weg vom Emigranten zum Kanzler und seine Ostpolitik nach; über einen Museumsgarten ist das Haus mit dem benachbarten Günter-Grass-Haus verbunden.
Das aus einem mittelalterlichen Franziskanerkloster hervorgegangene humanistische Gymnasium war die Schule von Thomas und Heinrich Mann. Die Schulerfahrungen flossen in Werke wie "Tonio Kröger" und die "Buddenbrooks" ein; die Station schließt den Rundgang nahe dem Ausgangspunkt am Markt.