Begehbarer Altstadt-Rundgang durch die Ottostadt Magdeburg zu den Wirkungsstätten von Kaiser Otto dem Großen und Otto von Guericke – vom Kaiserdom über Alten Markt und Ratswaageplatz bis zur Lukasklause, mit dem Jahrtausendturm im Elbauenpark als optionalem Ausflug.
Begehbarer Altstadt-Rundgang durch die Ottostadt Magdeburg zu den Wirkungsstätten von Kaiser Otto dem Großen und Otto von Guericke – vom Kaiserdom über Alten Markt und Ratswaageplatz bis zur Lukasklause, mit dem Jahrtausendturm im Elbauenpark als optionalem Ausflug.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Der Magdeburger Dom gilt als die älteste gotische Kathedrale auf deutschem Boden. Im Chor befindet sich das über 1000 Jahre alte Grab Kaiser Ottos des Großen, der hier 973 bestattet wurde. Der Bau ist damit die zentrale Erinnerungsstätte an den Namensgeber der Ottostadt.
Der weite Domplatz erstreckt sich nördlich des Doms und war einst Standort einer ottonischen Vorgängerkathedrale. Im Pflaster ist der Grundriss dieses frühmittelalterlichen Baus nachgezeichnet. Der Platz bildet den historischen Auftakt des Rundgangs zu den beiden Ottos.
Der Fürstenwall verläuft als Promenade auf der ehemaligen Stadtbefestigung hoch über der Elbe, unmittelbar östlich des Doms. Er zählt zu den ältesten Promenadenanlagen Deutschlands und eröffnet weite Ausblicke auf den Fluss. Die Anlage verbindet den Dombezirk mit dem Elbufer.
Die Grüne Zitadelle ist das letzte von Friedensreich Hundertwasser entworfene Gebäude und wurde 2005 vollendet. Mit begrünten Dächern, unregelmäßigen Fenstern und bunten Fassaden bildet sie einen modernen Kontrast direkt gegenüber dem historischen Domplatz. Sie beherbergt Wohnungen, Läden, ein Hotel und einen begehbaren Innenhof.
Das Kulturhistorische Museum bewahrt in seinem Kaiser-Otto-Saal das Original des Magdeburger Reiters, das aus konservatorischen Gründen 1961 hierher gebracht wurde. Die Sammlung dokumentiert die Stadtgeschichte von den Ottonen bis in die Gegenwart. Das Haus teilt sich das Gebäude mit dem Museum für Naturkunde.
Das Kloster Unser Lieben Frauen ist das älteste erhaltene Gebäude Magdeburgs und ein bedeutendes Zeugnis romanischer Baukunst. Der ehemalige Klosterkomplex mit Kreuzgang aus dem 11. und 12. Jahrhundert beherbergt heute das städtische Kunstmuseum mit Schwerpunkt auf Skulptur und Gegenwartskunst. Als Bauwerk aus ottonisch geprägter Zeit verbindet es die mittelalterliche Geschichte der Stadt.
Die Johanniskirche ist die älteste Pfarrkirche Magdeburgs und wurde nach mehrfacher Zerstörung immer wieder aufgebaut. Otto von Guericke nutzte den Kirchturm für physikalische Beobachtungen, im Inneren erinnert ein Denkmal an ihn, und 1524 predigte hier Martin Luther. Heute wird der Bau als Veranstaltungs- und Konzertsaal genutzt.
Der Alte Markt ist der zentrale Platz der Altstadt mit dem barocken Alten Rathaus. In seiner Mitte steht eine vergoldete Kopie des Magdeburger Reiters, der um 1240 entstandenen Reiterstandbild-Gruppe, die vermutlich Otto den Großen darstellt. Das Original wird im Kulturhistorischen Museum bewahrt.
Nahe dem Alten Markt, bei der Hauptwache, steht das 1907 errichtete Denkmal für Otto von Guericke. Die Figur ehrt den Bürgermeister, Diplomaten und Naturforscher, der von 1646 bis 1676 die Geschicke der Stadt lenkte. Es erinnert an einen der berühmtesten Söhne Magdeburgs.
Auf dem Ratswaageplatz erinnert eine Plastik an Otto von Guerickes berühmtes Experiment mit den Magdeburger Halbkugeln. Mit zwei luftleer gepumpten Kupferhalbkugeln, die selbst mehrere Pferdegespanne nicht auseinanderziehen konnten, wies er die Kraft des Luftdrucks nach. Die Skulptur greift dieses weltbekannte Vakuum-Experiment auf.
Die Lukasklause ist ein mittelalterlicher Wehrturm am Rand der erhaltenen Stadtmauer nahe der Elbe. Seit 1995 beherbergt sie das Otto-von-Guericke-Zentrum, das Leben und Forschung des Naturwissenschaftlers dokumentiert. Historische und nachgebaute Experimente laden zum Ausprobieren ein.
Der Jahrtausendturm im Elbauenpark ist als optionaler Ausflug jenseits der Elbe erreichbar. Der markante Holzturm zeigt auf mehreren Ebenen die Geschichte der Wissenschaft, darunter auch die Leistungen Otto von Guerickes. Von der oberen Plattform bietet sich ein weiter Blick über den Park und die Stadt.