
Rund 5,7 km langer, frei zugänglicher Skulpturen-Rundweg durch die Mönchengladbacher Innenstadt: vom Geroweiher über den Abteiberg mit Münster und Museum bis in den Bunten Garten und über die Sandradstraße zurück. Die 2002 zur EUROGA 2002plus entstandene Route verbindet moderne Kunst im öffentlichen Raum mit den historischen Wahrzeichen der Stadt.
Rund 5,7 km langer, frei zugänglicher Skulpturen-Rundweg durch die Mönchengladbacher Innenstadt: vom Geroweiher über den Abteiberg mit Münster und Museum bis in den Bunten Garten und über die Sandradstraße zurück. Die 2002 zur EUROGA 2002plus entstandene Route verbindet moderne Kunst im öffentlichen Raum mit den historischen Wahrzeichen der Stadt.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Am Geroweiher, dem Teich unterhalb des Abteibergs, beginnt der Rundgang. Die stilisierte Frauenfigur von Georg Ettl steht für dessen reduzierte, flächige Formensprache und markiert den südlichen Auftakt der Skulpturenmeile.
Das romanische Münster St. Vitus auf dem Abteiberg geht auf die 974 gegründete Benediktinerabtei zurück und ist seit 1974 päpstliche Basilica minor. An der Kirche findet sich mit dem „Wasserspeier" ein moderner Beitrag von Thomas Virnich, der die historische Bauplastik zeitgenössisch weiterdenkt.
Das von Hans Hollein entworfene Museum Abteiberg gilt als Schlüsselbau der Postmoderne und sammelt Kunst seit 1960. Vor dem Haus steht mit „Pointes et Courbes" eine Stahlplastik von Alexander Calder, einem der einflussreichsten Vertreter der abstrakten Skulptur.
Vor dem historischen Rathaus Abtei auf dem Abteiberg steht Thomas Virnichs „Turmbau zu Babel". Die verschachtelte Plastik greift das biblische Motiv des unvollendeten Turms auf und setzt einen bewusst gebrochenen Akzent im mittelalterlichen Stadtkern.
Auf dem Alten Markt, dem historischen Zentrum am Fuß des Abteibergs, steht ein Brunnen von Erwin Heerich. Der Bildhauer war für seine streng geometrischen, aus einfachen Grundkörpern entwickelten Arbeiten bekannt, was sich auch in der klaren Form dieses Brunnens zeigt.
Der Hans-Jonas-Park verbindet den Abteiberg mit dem nördlich anschließenden Stadtkern. Die Bronze von Hans Karl Burgeff zeigt den 1903 in Mönchengladbach geborenen Philosophen Hans Jonas in energischer Schrittstellung und erinnert an den Denker der „Verantwortung" für das technische Zeitalter.
Am Konrad-Adenauer-Platz nahe der Stadtbibliothek stehen mehrere Werke der Meile beieinander. Die „Stehende" des französisch-belgischen Bildhauers Eugène Dodeigne ist eine grob aus Stein gehauene Figur, deren raue Oberfläche den Menschen archaisch und zugleich verletzlich erscheinen lässt.
Unweit davon steht „Eva II" von Gerhard Marcks, einem der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts und früheren Bauhaus-Meister. Die Bronzefigur führt die klassische Aktdarstellung in klarer, moderner Formgebung fort.
An der Stadtbibliothek am Adenauerplatz befindet sich „Chorbild" von Beate Selzer. Die Arbeit reiht mehrere Figuren zu einer Gruppe und spielt auf gemeinschaftliches Singen und das Miteinander an.
Im Bunten Garten hinter der Kaiser-Friedrich-Halle ragt mit rund 14,5 Metern Heinz Macks „Lichtstele" empor, das höchste Werk der Meile. Reflektierende Metallflächen brechen das Licht und lassen die Stahlstele im Sinne der von Mack mitbegründeten ZERO-Bewegung lebendig wirken.
Ebenfalls im Bunten Garten steht die „Schwebende Pyramide" von Günther Zins. Die filigrane Stahlkonstruktion spielt mit Balance und Leichtigkeit, sodass der geometrische Körper über dem Boden zu schweben scheint.
„Passion" von Werner Jacobs besteht aus sieben aufgereihten Stelen und ist im Bunten Garten aufgestellt. Zahl und Reihung verweisen auf die Leidensgeschichte und geben dem Werk einen ruhigen, rhythmischen Charakter.
Auf dem Rückweg Richtung Innenstadt steht an der Sandradstraße, am Areal des früheren Maria-Hilf-Krankenhauses, Heinz Macks „Harmonia Sanitatis" von 2002. Das Werk sollte die körperliche und seelische Gesundheit der Patienten sinnbildlich in Einklang bringen.