Selbst begehbarer Rundgang durch die Stadt- und Kulturgeschichte der Münchner Altstadt: von den mittelalterlichen Stadttoren und Kirchen über den zivilen Kern am Marienplatz bis zum königlichen Residenzviertel und dem Hofgarten.
Selbst begehbarer Rundgang durch die Stadt- und Kulturgeschichte der Münchner Altstadt: von den mittelalterlichen Stadttoren und Kirchen über den zivilen Kern am Marienplatz bis zum königlichen Residenzviertel und dem Hofgarten.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Das Sendlinger Tor ist eines von drei erhaltenen Stadttoren der zweiten Münchner Stadtbefestigung und markiert seit dem 14. Jahrhundert den südlichen Zugang zur Altstadt. Über die Jahrhunderte wurde es mehrfach umgebaut; der große mittlere Torbogen entstand bei einer Umgestaltung Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute ist der Sendlinger-Tor-Platz ein belebter Ausgangspunkt in die Fußgängerzone.
Die Asamkirche wurde zwischen 1733 und 1746 von den Brüdern Cosmas Damian und Egid Quirin Asam als private Stiftung neben ihrem Wohnhaus errichtet. Auf schmalem Grundstück entstand ein überaus reich ausgestatteter Raum, der als eines der Hauptwerke des süddeutschen Spätbarocks und Rokokos gilt. Weil die Brüder ohne Vorgaben eines Bauherrn planen konnten, ist der Innenraum bis ins kleinste Detail durchgestaltet.
Die Peterskirche, von den Münchnern „Alter Peter" genannt, ist die älteste Pfarrkirche der Stadt und reicht in ihren Ursprüngen bis in die Zeit der Stadtgründung zurück. Das Bauwerk vereint gotische, barocke und Rokoko-Elemente aus verschiedenen Bauphasen. Der Kirchturm ist über zahlreiche Stufen begehbar und bietet einen weiten Blick über die Altstadt.
Der Viktualienmarkt ist Münchens bekanntester Lebensmittelmarkt und besteht an diesem Ort seit 1807, als der wachsende Marktbetrieb vom Marienplatz hierher verlegt wurde. Rund um einen Maibaum und einen Biergarten reihen sich Stände für Obst, Gemüse, Blumen, Fisch und regionale Spezialitäten. Er gilt als kulinarisches Zentrum der Innenstadt.
Die Heilig-Geist-Kirche am Rand des Viktualienmarkts gilt als älteste Hallenkirche Münchens und geht auf ein mittelalterliches Heilig-Geist-Spital zurück. Nach dem Abbruch des Spitals im 19. Jahrhundert blieb die Kirche erhalten und wurde später barock überformt. Sie verbindet damit die Geschichte von Armenfürsorge und Stadtpfarrei an einem Ort.
Das Alte Rathaus schließt den Marienplatz nach Osten ab und diente über Jahrhunderte als Sitz des Münchner Stadtrats. Sein spätgotischer Festsaal geht auf das 15. Jahrhundert zurück; der Bau wurde später mehrfach verändert und nach den Kriegszerstörungen wieder aufgebaut. Im Turm ist heute ein Spielzeugmuseum untergebracht.
Der Marienplatz ist der zentrale Platz und historische Hauptmarkt Münchens und seit dem Mittelalter Schauplatz von Märkten, Festen und öffentlichem Leben. In seiner Mitte steht die Mariensäule, die 1638 als Dank für das Ende der schwedischen Besetzung im Dreißigjährigen Krieg errichtet wurde. Von hier gehen die wichtigsten Achsen der Altstadt aus.
Das Neue Rathaus wurde zwischen 1867 und 1908 im Stil der Neugotik errichtet und ist bis heute Sitz des Oberbürgermeisters und der Stadtverwaltung. Seine reich gegliederte Fassade prägt die Nordseite des Marienplatzes. Im Turm läuft täglich das Glockenspiel mit seinen sich drehenden Figuren.
Der Dom zu Unserer Lieben Frau, kurz Frauenkirche, ist die Kathedrale des Erzbistums München und Freising und wurde ab 1468 als spätgotischer Backsteinbau errichtet. Ihre beiden Türme mit den charakteristischen welschen Hauben sind ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt. Der hohe, schlichte Innenraum zählt zu den bedeutendsten Kirchenräumen Süddeutschlands.
Das Nationaltheater am Max-Joseph-Platz wurde 1818 als klassizistischer Bau eröffnet und ist die Spielstätte der Bayerischen Staatsoper. Nach einem Brand und nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde es jeweils originalgetreu wiederaufgebaut. Sein Säulenportikus bildet einen markanten Abschluss des Platzes vor der Residenz.
Die Münchner Residenz war vom 14. Jahrhundert bis 1918 Stadtschloss und Regierungssitz der Wittelsbacher Herzöge, Kurfürsten und Könige. Über Jahrhunderte gewachsen, vereint die Anlage Höfe, Prunkräume und Sammlungen aus Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus. Heute ist sie als Museum eines der bedeutendsten Schlossensembles Europas.
Die Feldherrnhalle am südlichen Ende der Residenzstraße wurde zwischen 1841 und 1844 nach dem Vorbild der Loggia dei Lanzi in Florenz errichtet und ehrte ursprünglich bayerische Heerführer. Der offene Säulenbau schließt den Odeonsplatz nach Süden ab. Historisch ist der Ort auch mit dem gescheiterten Hitlerputsch von 1923 verbunden.
Die Theatinerkirche St. Kajetan wurde 1675 als Hof- und Klosterkirche geweiht und zählt zu den bedeutendsten Barockbauten Münchens. Ihre gelbe Fassade und die mächtige Kuppel prägen das Bild des Odeonsplatzes. In der Fürstengruft ruhen zahlreiche Mitglieder des Hauses Wittelsbach.
Der Hofgarten wurde ab 1613 im Stil eines Renaissancegartens neben der Residenz angelegt und ist bis heute öffentlich zugänglich. In seiner Mitte steht der zwölfeckige Dianatempel, von dem die geometrisch angelegten Wege sternförmig ausgehen. Der Garten verbindet Residenz und Odeonsplatz mit dem nördlich anschließenden Stadtraum.