
Selbst begehbarer Rundgang durch die Neusser Altstadt: von der Römersiedlung Novaesium bis ins Mittelalter. Die 15 Stationen bilden einen zusammenhängenden Fußweg vom Markt über den Münsterplatz und die Reste der Stadtbefestigung bis zum Obertor.
Selbst begehbarer Rundgang durch die Neusser Altstadt: von der Römersiedlung Novaesium bis ins Mittelalter. Die 15 Stationen bilden einen zusammenhängenden Fußweg vom Markt über den Münsterplatz und die Reste der Stadtbefestigung bis zum Obertor.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Ausgangspunkt des Rundgangs am zentralen Markt. Das heutige Gebäude entstand 1954 als Nachfolger des 1944 im Luftangriff zerstörten barocken Vorgängerbaus. An der Fassade prangt das Neusser Stadtwappen, das die Stadt nach der erfolgreichen Abwehr der Belagerung durch Karl den Kühnen 1475 um den kaiserlichen Doppeladler ergänzen durfte.
Der 1984 von Elmar Hillebrand geschaffene Brunnen wurde der Stadt zur 2000-Jahr-Feier gestiftet. Acht Bronzereliefs an der achteckigen Säule zeigen Etappen der Neusser Geschichte von der Römerzeit bis zum Wiederaufbau. Bekrönt wird er von einem Standbild des Landgrafen Hermann von Hessen, des Verteidigers der Stadt gegen Karl den Kühnen.
Der moderne Bildungskomplex beherbergt Volkshochschule, Musikschule und ein Regionalzentrum der Fernuniversität Hagen. Im Innenhof und in den Kellern sind römische Fundamente und mittelalterliches Mauerwerk sichtbar, die an das Militärlager Novaesium und ein späteres Kloster an dieser Stelle erinnern.
Der Bau am Freithof war ursprünglich die 1637 errichtete Kirche eines Franziskanerklosters. Nach der Säkularisierung nutzte ihn ein preußisches Landwehrbataillon als Waffenlager, woher der heutige Name stammt. Heute finden hier Konzerte, Empfänge und Brauchtumsveranstaltungen statt.
Das spätromanische Münster ist das Wahrzeichen von Neuss; der Grundstein wurde 1209 gelegt, die Vollendung erfolgte um 1240. Die barocke Kuppel mit der Figur des heiligen Quirinus prägt die Stadtsilhouette, im Inneren ruht der Quirinusschrein. 2009 verlieh Papst Benedikt XVI. der Kirche den Ehrentitel einer Basilica minor.
Das 1597 erbaute "Haus zu den Heiligen Drei Königen" war im Mittelalter Amtssitz des Vogts, des Vertreters des Kölner Erzbischofs. Im Giebel erklingt seit 1975 mehrmals täglich das Schützenglockenspiel, dessen bewegliche Figuren die Korps des Neusser Schützenregiments abbilden.
Das Kloster wurde 1439 gegründet; heute nutzen die Gebäude eine katholische Mädchenschule. Die spätgotische Klosterkapelle diente ab 1805 der neu gegründeten evangelischen Gemeinde als erstes Gotteshaus, bis diese eine eigene Kirche erhielt. Ihr schlanker Dachreiter gehört unverkennbar zum Neusser Stadtbild.
An der Rheinstraße ist ein teils erhaltener, teils rekonstruierter Abschnitt der mittelalterlichen Stadtmauer zu sehen. Ein den Gehweg überspannender Bogen und ein Bronzerelief erinnern an das nahe gelegene, längst verschwundene Rheintor, eines der einstigen Stadttore.
Die Kirche wurde ab 1718 als Klosterkirche eines benachbarten Franziskanerkonvents errichtet. Sie liegt am Verlauf der alten Römerstraße, die von Köln über Neuss nach Xanten führte, und wird heute von einer jungen Ordensgemeinschaft betreut.
Der Platz markiert den Standort des ehemaligen Hamtors, eines der früheren Neusser Stadttore. Erhaltene Stützbögen der Stadtbefestigung, eine niedrige Rekonstruktion der Torflanke und ein Modell veranschaulichen die einstige Wehranlage; zusätzlich steht hier ein Grenadierdenkmal.
Das repräsentative Gebäude von 1879 war bis in die 1980er Jahre das Neusser Hauptpostamt. Nach sorgfältiger Restaurierung beherbergt es heute das "Kulturforum Alte Post" mit Angeboten für Kunst und Kultur.
Der aus Basalt und Tuff errichtete Halbrundturm zählt zu den letzten erhaltenen Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Im Mittelalter diente er unter anderem als Gefängnis und Folterstätte; sein Name verweist auf diese düstere Nutzung.
Der Turm war an die mittelalterliche Stadtmauer gebaut und wurde bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Windmühle genutzt, ehe man ihn zum Wasserturm umbaute. Bekannt ist er auch dafür, dass der berüchtigte Räuberhauptmann Mathias Weber hier eingesperrt war und 1796 spektakulär entkam.
Das im heutigen Bau seit 1975 bestehende Mehrspartenhaus legt seinen Schwerpunkt auf Kunst und ist international besonders für seine Sammlung des Symbolismus bekannt. Es ist über einen die Straße überspannenden Gang direkt mit dem benachbarten Obertor verbunden.
Das mächtige, von zwei Rundtürmen flankierte Stadttor stammt aus dem 13. Jahrhundert. Es ist das einzige erhaltene von ursprünglich sechs Neusser Stadttoren und zeugt mit seiner beachtlichen Größe von der Bedeutung und dem Selbstbewusstsein der mittelalterlichen Stadt.