Das UNESCO-Welterbe Kontorhausviertel: Chilehaus mit Schiffsbug, Sprinkenhof und das Afrikahaus – Expressionismus in rotem Backstein.
Das UNESCO-Welterbe Kontorhausviertel: Chilehaus mit Schiffsbug, Sprinkenhof und das Afrikahaus – Expressionismus in rotem Backstein.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Als Teil des UNESCO-Welterbes Kontorhausviertel setzt das Chilehaus den Ton der Route: ein Bürohaus, dessen spitzer Schiffsbug schon von weitem auffällt. Das Meisterwerk des Backsteinexpressionismus von 1924 lässt sich am besten umrunden, um die dynamischen Linien und die Wirkung des roten Backsteins zu erleben.
Der Sprinkenhof ergänzt das Chilehaus mit einer ganz anderen Wucht: als größtes Backsteingebäude Hamburgs wirkt er wie ein eigener kleiner Block. Beim Näherkommen treten die aufwändige Terrakotta-Ornamentik und die detailreichen Fassaden in den Vordergrund – ideal, um die Formensprache des Viertels in Ruhe weiterzulesen.
Im Afrikahaus zeigt sich der expressionistische Kontorhaus-Bau von seiner plastischen Seite. Die Loggia gibt dem Gebäude Tiefe und Schatten, dazu kommen Reliefs, die den Blick immer wieder anhalten lassen. Nach den großen Fassaden der vorherigen Stops wirkt dieser Ort wie eine konzentrierte Studie aus Formen und Details.
Die Meßberg U-Bahn-Halle führt die Backsteinwelt unter die Erde und macht sie räumlich erlebbar. Als einer der schönsten U-Bahn-Bahnhöfe Deutschlands beeindruckt sie mit Backsteingewölbe, das den Weg wie in einem unterirdischen Gang rahmt. Ein stimmiger Übergang, bevor die Route wieder an die Oberfläche in die Altstadt führt.
Die Deichstraße bringt zum Abschluss eine andere Zeitschicht ins Bild: die älteste erhaltene Straße Hamburgs mit Speichergebäuden aus dem 17. Jahrhundert. Nach dem expressionistischen Kontorhausviertel wirkt der Wechsel wie ein Perspektivwechsel auf die Stadtgeschichte. Zwischen den Häuserzeilen lässt sich die alte Handelsstadt im Straßenraum nachspüren.



