
Selbst begehbarer Themen-Rundgang durch Pforzheims Erbe als Goldstadt. Von der physisch installierten Goldschmiedemeile am Waisenhausplatz über das weltbekannte Schmuckmuseum und das Technische Museum bis zu Fabrikvillen und dem Rassler-Denkmal folgt die Route den Spuren der Schmuck- und Uhrenindustrie. Zwölf reale Stationen in geografisch sinnvoller Reihenfolge, überwiegend mit vollständigen Adressen.
Selbst begehbarer Themen-Rundgang durch Pforzheims Erbe als Goldstadt. Von der physisch installierten Goldschmiedemeile am Waisenhausplatz über das weltbekannte Schmuckmuseum und das Technische Museum bis zu Fabrikvillen und dem Rassler-Denkmal folgt die Route den Spuren der Schmuck- und Uhrenindustrie. Zwölf reale Stationen in geografisch sinnvoller Reihenfolge, überwiegend mit vollständigen Adressen.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Zentraler Platz an der Enz und Standort des Stadttheaters, der als Auftakt der physisch installierten Goldschmiedemeile dient. Vom hier ansetzenden Goldschmiedesteg führt der Weg über den Metzelgraben in Richtung Stadtgarten und Schmuckmuseum. Der Platz verbindet die Innenstadt mit dem historischen Zentrum der Schmuckstadt.
Entlang der Werderstraße und des Metzelgrabens erinnern zehn Meilensteine an die Geschichte Pforzheims als Goldstadt. Die angelegte Meile informiert über die Schmuck- und Uhrenindustrie und verknüpft Waisenhausplatz, Edelsteinausstellung und Museen zu einem Weg. Der Metzelgraben ist der letzte erhaltene mittelalterliche Stadtbach der Stadt.
Das 1961 errichtete Reuchlinhaus im Stadtgarten beherbergt das weltweit einzigartige Schmuckmuseum mit Exponaten aus fünf Jahrtausenden. Es liegt am Goldschmiedeschulplatz, wo bis zur Zerstörung 1945 die historische Goldschmiedeschule stand. Das Haus gilt als kultureller Mittelpunkt der Goldstadt.
Untergebracht im denkmalgeschützten Kollmar & Jourdan-Haus, einer ehemaligen Schmuckfabrik, zeigt das Museum Maschinen und Arbeitstechniken der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenherstellung. An historischen Arbeitsplätzen führen erfahrene Fachleute Gold- und Stahlschmieden oder das Kettenmachen vor. Das Gebäude selbst dokumentiert die Blütezeit der Fabrikarchitektur.
Das Gebäude vereinte, wie in Pforzheim üblich, Wohnräume und Schmuckwerkstätten unter einem Dach und gehörte zur Firma Victor Mayer. Es steht am Beginn einer Reihe erhaltener Wohnfabrikhäuser der Bleichstraße. Die Bauten zeugen von der Zeit, als die Schmuckindustrie das Stadtbild prägte.
Die zusammenhängende Häuserzeile zeigt die typische Pforzheimer Mischung aus Wohnung und Werkstatt. In solchen Gebäuden lebten und arbeiteten Fabrikanten und Schmuckhandwerker oft im selben Haus. Der Straßenzug ist ein anschauliches Beispiel der gründerzeitlichen Industriearchitektur.
In der Bichlerstraße stehen repräsentative Villen wohlhabender Schmuckfabrikanten. Ihre Architektur spiegelt den wirtschaftlichen Aufstieg der Goldstadt um 1900 wider. Sie bilden einen Kontrast zu den schlichteren Wohnfabrikhäusern der Umgebung.
Das Rodviertel entwickelte sich zum bevorzugten Wohnquartier der Fabrikantenfamilien. Rund um die Friedenstraße gruppieren sich großzügige Villen aus der Blütezeit der Schmuckindustrie. Der Rundgang macht hier den gesellschaftlichen Wohlstand der Unternehmerschicht sichtbar.
Das repräsentative Stadthaus reiht sich in die Villen und Wohnhäuser entlang der Schwarzwaldstraße ein. Es gehört zu den Stationen der städtischen Route zu Jugendstil und Art déco in der Goldstadt. Die Fassade dokumentiert den Baustil der Jahrhundertwende.
Auch dieses Gebäude verband Wohnung und Schmuckproduktion und gehörte zur Firma E. G. Bek. Es steht in einer Reihe erhaltener Wohnfabrikhäuser der Schwarzwaldstraße. Zusammen bilden sie ein Ensemble aus der Jugendstil- und Art-déco-Zeit.
Am Standort des 1925 errichteten Industriehauses, einst Messegebäude der Schmuckindustrie, befindet sich heute ein Nachbau mit den Schmuckwelten. Das Haus bündelte Handel und Präsentation der Pforzheimer Schmuckbranche. Es markiert den wirtschaftlichen Kern der Goldstadt nahe der Innenstadt.
Die Skulpturengruppe von Fritz Theilmann wurde 1982 an der Ecke Kiehnlestraße/Poststraße aufgestellt. Sie erinnert an die "Rassler", Goldschmiede, die früher aus den umliegenden Dörfern zu Fuß nach Pforzheim pendelten und deren genagelte Schuhe auf dem Pflaster rasselten. Das Denkmal bildet den Abschluss des Rundgangs durch die Goldstadt.