Geschichtspfad Sowjetische Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“ · Potsdam

Selbst begehbarer Geschichtspfad durch das ehemalige sowjetische Geheimdienstareal „Militärstädtchen Nr. 7“ in der Nauener Vorstadt zwischen Neuem Garten und Pfingstberg. Rund 2,5 km entlang von Villen, dem KGB-Gefängnis, Denkmalresten und Sicherungsanlagen der einstigen „Verbotenen Stadt“ des KGB. Startpunkt ist das Bronzemodell im Hof der Gedenkstätte Leistikowstraße; unterwegs erschließen Infotafeln mit QR-Codes die Geschichte des Ortes.

Geschichtspfad Sowjetische Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“
Bild: PerfectDay24 / Eigenes Werk
RedaktionPotsdamGanztägigSightseeingPartyKultur
Geschichtspfad Sowjetische Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“
Aktualisiert 18. Sept. 2026•14 Stops

Selbst begehbarer Geschichtspfad durch das ehemalige sowjetische Geheimdienstareal „Militärstädtchen Nr. 7“ in der Nauener Vorstadt zwischen Neuem Garten und Pfingstberg. Rund 2,5 km entlang von Villen, dem KGB-Gefängnis, Denkmalresten und Sicherungsanlagen der einstigen „Verbotenen Stadt“ des KGB. Startpunkt ist das Bronzemodell im Hof der Gedenkstätte Leistikowstraße; unterwegs erschließen Infotafeln mit QR-Codes die Geschichte des Ortes.

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Stadt
Potsdam
Dauer
Ganztägig
Start
Zentrales Untersuchungsgefängnis – Gedenkstätte Leistikowstraße
Profil
Zu Fuß

Selbst begehbarer Geschichtspfad durch das ehemalige sowjetische Geheimdienstareal „Militärstädtchen Nr. 7“ in der Nauener Vorstadt zwischen Neuem Garten und Pfingstberg. Rund 2,5 km entlang von Villen, dem KGB-Gefängnis, Denkmalresten und Sicherungsanlagen der einstigen „Verbotenen Stadt“ des KGB. Startpunkt ist das Bronzemodell im Hof der Gedenkstätte Leistikowstraße; unterwegs erschließen Infotafeln mit QR-Codes die Geschichte des Ortes.

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Route & Karte
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Wege & Zeiten
Strecke: ~3.7 kmWege: ~68 MinAufenthalte: 3 h 57 MinGesamt: ~5 h 5 Min
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Stops

Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.

14 Stops
● Fixiert
Zentrales Untersuchungsgefängnis – Gedenkstätte Leistikowstraße
Stop 1
Pflicht
40 Min
● Fixiert
Zentrales Untersuchungsgefängnis – Gedenkstätte Leistikowstraße

Das frühere Pfarrhaus diente dem sowjetischen Geheimdienst ab 1945 als zentrales Untersuchungsgefängnis der Spionageabwehr; in den Kellerzellen sind rund 1.500 Ritzinschriften von Häftlingen dokumentiert. Heute befindet sich hier die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße. Im Hof steht ein maßstabsgetreues Bronzemodell des Militärstädtchens, das den Rundgang eröffnet.

↔ Anpassbar
Gefängniskomplex – Ermittlungsabteilung
Stop 2
Pflicht
15 Min
↔ Food
Gefängniskomplex – Ermittlungsabteilung

Die unmittelbar benachbarten Häuser gehörten zum abgeriegelten Haftkomplex und wurden vermutlich von der Ermittlungsabteilung genutzt. Zusätzliche Mauern und ein etwa drei Meter hoher Bretterzaun nach dem Vorbild sowjetischer Lager schotteten den Bereich vollständig ab.

Dieser Stop kann bei der Personalisierung gegen passendere Restaurants oder Food-Optionen ausgetauscht werden.
↔ Anpassbar
Wachhaus der Gefängniswachen (Villa Große Weinmeisterstraße 17)
Stop 3
Pflicht
15 Min
↔ Food
Wachhaus der Gefängniswachen (Villa Große Weinmeisterstraße 17)

Diese Villa diente als Unterkunft für die Wachmannschaften des benachbarten Untersuchungsgefängnisses. Zusammen mit den Gefängnisgebäuden bildete sie einen eigens gesicherten Riegel innerhalb der Sperrzone.

Dieser Stop kann bei der Personalisierung gegen passendere Restaurants oder Food-Optionen ausgetauscht werden.
● Fixiert
Deutschlandzentrale der Militärspionageabwehr – Kaiserin-Augusta-Stift
Stop 4
Pflicht
15 Min
● Fixiert
Deutschlandzentrale der Militärspionageabwehr – Kaiserin-Augusta-Stift

Im ehemaligen Kaiserin-Augusta-Stift, einem früheren Mädchenpensionat, lag das Stabsquartier der sowjetischen Militärspionageabwehr. Von hier aus wurde die Deutschlandzentrale dieses Geheimdienstzweigs gesteuert; heute dient der Bau als Wohnhaus.

● Fixiert
Sitzungssaal Sowjetischer Militärtribunale
Stop 5
Pflicht
15 Min
● Fixiert
Sitzungssaal Sowjetischer Militärtribunale

In der Kapelle des Kaiserin-Augusta-Stifts tagten sowjetische Militärtribunale. Hier wurden Urteile über Gefangene der Spionageabwehr gefällt, die häufig eine langjährige Lagerhaft in der Sowjetunion bedeuteten.

● Fixiert
Villa Fischbach – Kindergarten der sowjetischen Streitkräfte
Stop 6
Pflicht
15 Min
● Fixiert
Villa Fischbach – Kindergarten der sowjetischen Streitkräfte

In der Villa Fischbach an der Puschkinallee war der Kindergarten der sowjetischen Streitkräfte untergebracht. Das Gebäude liegt am südlichen Rand des Areals und zeigt, dass die abgeschottete Geheimdienststadt eine eigene zivile Infrastruktur für die Familien der Offiziere besaß.

● Fixiert
Mirbachwäldchen – ehemaliger Sport- und Festplatz
Stop 7
Pflicht
20 Min
● Fixiert
Mirbachwäldchen – ehemaliger Sport- und Festplatz

Die von Peter Joseph Lenné gestaltete Grünfläche zwischen Pfingstberg und Neuem Garten wurde vom Geheimdienst gerodet und in einen Sport- und Festplatz verwandelt. Nach dem Abzug der Truppen 1994 baute man die Sportanlagen zurück und stellte die historische Wegeführung wieder her.

● Fixiert
Denkmalensemble „Großer Vaterländischer Krieg“
Stop 8
Pflicht
12 Min
● Fixiert
Denkmalensemble „Großer Vaterländischer Krieg“

Auf dem Areal erinnerte ein Denkmal an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Militärspionageabwehr, gestaltet als stilisierte ewige Flamme mit dem KGB-Emblem „Schild und Schwert“. Beim Abzug 1994 fehlten Teile; die Reste wurden später wieder zusammengetragen und dokumentiert.

● Fixiert
Villa Schlieffen – Schießbunker
Stop 9
Pflicht
15 Min
● Fixiert
Villa Schlieffen – Schießbunker

Die 1945 von der Roten Armee beschlagnahmte Villa Schlieffen wurde teilweise zu einem Schießbunker umgebaut. Ab 2014 sicherte man das Gebäude denkmalgerecht im Originalzustand und legte dabei den historischen Zugangsweg wieder frei.

● Fixiert
Lepsiushaus – Militärkasse
Stop 10
Pflicht
15 Min
● Fixiert
Lepsiushaus – Militärkasse

Das Lepsiushaus nutzte die sowjetische Armee bis Anfang der 1990er Jahre als Militärkasse. Es gehört zu den Villen der Nauener Vorstadt, die für die Dienstzwecke des Militärstädtchens vereinnahmt wurden.

● Fixiert
Villa Quandt – KGB-Auslandsgeheimdienst
Stop 11
Pflicht
15 Min
● Fixiert
Villa Quandt – KGB-Auslandsgeheimdienst

Die Villa Quandt fiel 1945 an den sowjetischen Auslandsgeheimdienst und später an den KGB. Erhalten blieb unter anderem eine Offizierssauna mit Tauchbecken, die den Alltag der stationierten Militärs veranschaulicht.

↔ Anpassbar
Villa Finckenstein
Stop 12
Pflicht
15 Min
↔ Food
Villa Finckenstein

Die Villa Finckenstein gehörte bis 1949 einer Bank und wurde ab 1950 von den sowjetischen Besatzungstruppen genutzt. Sie liegt am nördlichen Abschnitt der Großen Weinmeisterstraße in Richtung Pfingstberg.

Dieser Stop kann bei der Personalisierung gegen passendere Restaurants oder Food-Optionen ausgetauscht werden.
● Fixiert
Kasernengelände unterhalb des Pfingstberges
Stop 13
Pflicht
15 Min
● Fixiert
Kasernengelände unterhalb des Pfingstberges

Unterhalb des Pfingstberges lag der Kasernenteil des Militärstädtchens, getrennt vom Wohn- und Dienstbereich. Rund 350 Soldaten eines KGB-Wachbataillons sicherten das gesamte Gelände mit zwölf Wachtürmen und einer Betonmauer.

● Fixiert
Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg
Stop 14
Pflicht
15 Min
● Fixiert
Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg

Das Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg bildet den nördlichen Abschluss der Runde und bietet vom Aussichtsbau einen weiten Blick über die Nauener Vorstadt und das Gelände der einstigen Sperrzone. Der Pfingstberg lag am nördlichen Rand des abgeschotteten Areals; das Belvedere ist ein redaktionell ergänzter Aussichtspunkt und nicht Teil des offiziellen Tafelpfads.

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