
Ausgeschilderter, selbst begehbarer Altstadtrundgang durch die historische „gute Stube" Recklinghausens: rund 2,6 km entlang der zentralen Sehenswürdigkeiten der alten Hansestadt – von Rathaus, Gymnasial- und Gastkirche über die barocke Engelsburg und die Propsteikirche St. Peter bis zu den ältesten Fachwerkhäusern an der Kunibertstraße. Der Weg folgt der offiziell beschilderten Route „Recklinghausen zu Fuß" durch die fünf Altstadtquartiere.
Ausgeschilderter, selbst begehbarer Altstadtrundgang durch die historische „gute Stube" Recklinghausens: rund 2,6 km entlang der zentralen Sehenswürdigkeiten der alten Hansestadt – von Rathaus, Gymnasial- und Gastkirche über die barocke Engelsburg und die Propsteikirche St. Peter bis zu den ältesten Fachwerkhäusern an der Kunibertstraße. Der Weg folgt der offiziell beschilderten Route „Recklinghausen zu Fuß" durch die fünf Altstadtquartiere.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Das repräsentative Rathaus entstand zwischen 1898 und 1908 im Stil der deutschen Renaissance nach Plänen von Otto Müller-Jena. Der markante Turm mit Uhr prägt das Stadtbild und bildet den Auftakt des Rundgangs. 2020 wurde es von den Bürgern zum schönsten Rathaus Nordrhein-Westfalens gewählt.
Auf dem Vorplatz des Rathauses steht dieser Brunnen mit dem Titel „Bürger tragen ihre Stadt". Er greift das bürgerschaftliche Selbstverständnis Recklinghausens auf und liegt direkt am Ausgangspunkt des Rundgangs.
Die Alte Apotheke an der Breite Straße wird seit 1873 von derselben Familie geführt und zählt zu den traditionsreichen Geschäften der Innenstadt. Sie steht für die lange Handels- und Bürgergeschichte der Fußgängerzone.
Der Baumstammbrunnen am Paulsörter ist ein Brunnen in der Altstadt, der seinen Namen seiner Gestaltung verdankt. Er markiert einen kleinen Halt im Gassengeflecht des historischen Zentrums.
Die Gymnasialkirche an der Heilige-Geist-Straße wurde zwischen 1658 und 1670 als Franziskanerkirche errichtet. Seit 1839 gehört sie zum Gymnasium Petrinum, dessen heutiges Hauptgebäude 1911 im Stil der Neorenaissance daneben entstand.
Die Gastkirche gehörte zu einem Armen-Gasthaus, das 1403 erstmals als „Heilige-Geist-Haus" urkundlich erwähnt wurde; die Kirche selbst wird 1423 genannt. Sie erinnert daran, dass die Stadt ihre älteste Sozialeinrichtung bewusst mitten ins Zentrum stellte – bewahrt im Straßennamen Heilige-Geist-Straße.
Die barocke Engelsburg wurde 1701 als herrschaftlicher Hof errichtet und beherbergt heute ein Hotel. Ihr Name und der der Augustinessenstraße gehen auf ein früheres Kloster der Augustinerinnen zurück; das Gebäude grenzt an den letzten erhaltenen Rest der mittelalterlichen Stadtmauer.
Nahe der Engelsburg hat sich der einzige größere Rest der mittelalterlichen Stadtbefestigung erhalten. Die Mauer zeugt von der einst vollständig ummauerten Altstadt und schließt unmittelbar an die Engelsburg an.
Das Willy-Brandt-Haus am Herzogswall trägt den Namen des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt und beherbergt heute die Volkshochschule Recklinghausen. Das repräsentative Gebäude reiht sich in die Bauten am Wallring rund um die Altstadt ein.
Am Herzogswall steht eine Skulptur des dänischen Künstlers Per Kirkeby. Das Werk setzt einen zeitgenössischen Akzent zwischen den historischen Stationen des Rundgangs.
Der alte Friedhof am Lohtor ist eine historische Grünanlage am Rand der Altstadt, benannt nach einem früheren Stadttor. Er bildet einen ruhigen Abschnitt auf dem Weg zurück Richtung Zentrum.
Das 1956 gegründete Ikonen-Museum am Kirchplatz zeigt orthodoxe Kunst und gilt als eine der bedeutendsten Sammlungen dieser Art in Westeuropa. Es liegt mitten in der Altstadt, gegenüber dem Turm der Propsteikirche St. Peter.
St. Peter ist das älteste sakrale Bauwerk der Stadt; die spätromanische Halle geht auf einen Bau von 1247 zurück. Nach dem Stadtbrand von 1500 kam ein spätgotisches Querhaus hinzu, seit 1931 ist die Kirche Propsteikirche.
Der Markt bildet seit Jahrhunderten den Mittelpunkt der Altstadt. Rund um den Platz gruppieren sich Propsteikirche, altes Rathaus und historische Bürgerhäuser.
Das Kaufmannshaus Verstege entstand 1558 als dreigeschossiges Fachwerkhaus und ist das zweitälteste Bürgerhaus der Altstadt. Seine Lage an der alten Handelsstraße nach Dortmund machte es zum bevorzugten Wohnsitz wohlhabender Kaufleute.
Der Gravemanns Hof wurde 1522 errichtet und gilt als ältestes erhaltenes Profangebäude Recklinghausens. Das Fachwerkhaus entstand beim Wiederaufbau nach dem großen Stadtbrand von 1500.
Am Alten Rathaus am Markt erklingt mehrmals täglich ein Glockenspiel. Der Bau gehört zum historischen Ensemble rund um den Marktplatz im Herzen der Altstadt.
Die Alte Vikarie an der Herrenstraße ist ein historisches, mit Schiefer verkleidetes Gebäude nahe der Propsteikirche. Sie zählt zu den kleinen Baudenkmälern, die den Charakter der Herrenstraße prägen, und beschließt den Rundgang.