
Ein selbst begehbarer Rundgang durch die Siegener Oberstadt: neun offizielle Stationen führen vom Bergmanns- und Hüttenmann-Denkmal über Kirchen, Schlösser und Museen bis hinauf zum Oberen Schloss mit der Rubens-Sammlung und schließlich in die Altstadt. Der Weg erzählt rund 800 Jahre Stadtgeschichte zwischen Bergbau, Nassauer Fürsten und Gegenwartskunst.
Ein selbst begehbarer Rundgang durch die Siegener Oberstadt: neun offizielle Stationen führen vom Bergmanns- und Hüttenmann-Denkmal über Kirchen, Schlösser und Museen bis hinauf zum Oberen Schloss mit der Rubens-Sammlung und schließlich in die Altstadt. Der Weg erzählt rund 800 Jahre Stadtgeschichte zwischen Bergbau, Nassauer Fürsten und Gegenwartskunst.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Die beiden überlebensgroßen Bronzefiguren stellen einen Bergmann und einen Hüttenmann dar und erinnern an die jahrhundertelange Tradition von Erzbergbau und Eisenverhüttung im Siegerland. Bildhauer Friedrich Reusch schuf sie 1902; nach mehreren Standortwechseln stehen sie heute am Kopf der Oberstadtbrücke und gelten als beliebtes Wahrzeichen der Region.
Die evangelische Martinikirche gilt als ältestes Gotteshaus Siegens; ein Vorgängerbau reicht weit ins Mittelalter zurück, ihre heutige Gestalt stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Direkt unterhalb markiert ein erhaltener Abschnitt der mittelalterlichen Stadtbefestigung den früheren Zugang zur Oberstadt.
Das barocke Untere Schloss wurde ab 1669 als Residenz der evangelischen Linie des Hauses Nassau-Siegen errichtet und wird heute überwiegend von der Universität Siegen genutzt. In seiner Fürstengruft ruhen Fürst Johann Moritz und weitere Familienmitglieder; die Gruft ist nach umfassender Restaurierung wieder für Besucher zugänglich.
Das Museum für Gegenwartskunst zeigt Malerei, Fotografie sowie Video- und Rauminstallationen von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart. Eng verbunden ist es mit dem Rubenspreis der Stadt Siegen, dessen Preisträger-Sammlung hier zu sehen ist; das Haus liegt unmittelbar am Unteren Schloss.
Die katholische Marienkirche wurde im frühen 18. Jahrhundert von den Jesuiten errichtet und ist der einzige erhaltene barocke Sakralbau der Stadt. Der angrenzende Pfarrer-Ochse-Platz erinnert an den Siegener Geistlichen Wilhelm Ochse, der über Jahrzehnte als Pfarrer an St. Marien wirkte.
Die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert ist wegen ihres seltenen sechseckigen Hallengrundrisses eine architektonische Besonderheit und war einst Grablege der Grafen von Nassau. Gleich nebenan liegt am Markt das historische Rathaus, dessen Ursprünge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen.
Das vergoldete Krönchen auf dem Turm der Nikolaikirche ist das Wahrzeichen Siegens. Die über zwei Meter durchmessende Krone geht auf eine Stiftung des Fürsten Johann Moritz von Nassau-Siegen im 17. Jahrhundert zurück und gab der Stadt den Beinamen Krönchenstadt.
Das Obere Schloss auf dem Siegberg war Sitz der katholischen Linie des Hauses Nassau-Siegen und beherbergt seit 1905 das Siegerlandmuseum. Zu dessen Höhepunkten zählen mehrere Originalgemälde des in Siegen geborenen Malers Peter Paul Rubens sowie Ausstellungen zur Regional- und Bergbaugeschichte.
Die Siegener Altstadt auf dem Siegberg mit ihren engen Gassen, Fachwerkhäusern und Treppenwegen bildet den historischen Kern der Stadt. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde das Quartier wieder aufgebaut und lädt heute mit Geschäften und Gastronomie zum Verweilen ein.