
Ein selbst begehbarer Rundgang entlang der erhaltenen Bauwerke der Bundesfestung Ulm/Neu-Ulm — von der Wilhelmsburg über Stadttore, Bastionen und Donautürme beidseits der Donau. Zwölf zentrale, fußläufig verbundene Stationen des offiziellen Festungswegs, zu einem kohärenten Rundweg durch die Glacis-Grünanlagen zusammengestellt.
Ein selbst begehbarer Rundgang entlang der erhaltenen Bauwerke der Bundesfestung Ulm/Neu-Ulm — von der Wilhelmsburg über Stadttore, Bastionen und Donautürme beidseits der Donau. Zwölf zentrale, fußläufig verbundene Stationen des offiziellen Festungswegs, zu einem kohärenten Rundweg durch die Glacis-Grünanlagen zusammengestellt.
Stops
Die Route ist in Reihenfolge aufgebaut, damit du den Flow direkt nachvollziehen kannst.
Die Wilhelmsburg auf dem Michelsberg ist die mächtige Zitadelle der Bundesfestung und der offizielle Ausgangspunkt des Festungswegs. Ein zentraler Infopunkt gibt hier einen Überblick über Aufbau und Geschichte des gesamten Festungsrings. Von der erhöhten Lage reicht der Blick weit über Ulm und das Donautal.
Die Kienlesbergbastion (Werk X) liegt am Fuß des Michelsbergs und markiert eine der westlichen Einfahrten in die Stadt. Das nahezu vollständig erhaltene Werk beeindruckt mit tiefen Gräben, Wällen und einer markanten Doppelkaponniere. Es entstand in den 1840er-Jahren zur Sicherung des Blautals und der Front Richtung Wilhelmsburg.
Vom Blaubeurer Tor (Werk VI), neben dem Ehinger Tor dem zweiten Hauptzugang der Westfront, sind heute vor allem die Escarpenmauer und die Blaudurchlässe erhalten. Sie liegen an der stark befahrenen Verkehrsachse am Blaubeurer Ring; eine Wiederherstellung der Toranlage ist geplant. Das Werk verband die benachbarten Wallabschnitte der westlichen Hauptumwallung.
Das Ehinger Tor (Werk II) war eines der großen Stadttore der westlichen Festungsfront. Von der ursprünglich dreiteiligen Toranlage sind heute vor allem das innere Tor und die Torpfeiler erhalten. Der Ort ist inzwischen ein zentraler Verkehrsknoten mit großem Bus- und Straßenbahnhalt.
Der Obere Donauturm, wegen seines hellen Mauerwerks auch Weißer Turm genannt, bildete den westlichen Abschluss der Hauptumwallung am rechten Donauufer. Als Geschützturm überwachte er den Fluss- und Uferbereich flussaufwärts. Er steht unmittelbar an der Donau unterhalb der oberen Stadtkehle.
Das Memminger Tor (Halbbastion 9) ist eines der wenigen in ursprünglicher Form erhaltenen Tore auf der Neu-Ulmer Seite. Die Durchfahrt führt bis heute durch den alten Festungswall nahe dem Jahnufer und der Bootshausstraße. Das Werk entstand um 1844 bis 1850 als westlicher Zugang der Neu-Ulmer Fronten.
Der Glacispark erstreckt sich über das einstige Schussfeld (Glacis) der Neu-Ulmer Festungsfront, das aus militärischen Gründen frei von Bebauung bleiben musste. Heute ist die weitläufige Grünanlage ein zentraler Stadtpark mit Wiesen, altem Baumbestand und einer Freilichtbühne. Der Festungsweg verläuft über weite Strecken durch solche ehemaligen Glacisflächen.
Die Caponniere 4 gehört zu den am besten erhaltenen Festungsbauten Neu-Ulms und liegt nur wenige Schritte hinter dem Bahnhof am Rand des Glacisparks. Das Werk wurde aufwendig restauriert und dient heute als Ort für Konzerte, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen. Ursprünglich sicherte es als Flankierungsbau den Festungsgraben.
Der Untere Donauturm wird wegen seiner roten Ziegel auch Roter Turm genannt und steht unmittelbar am Ulmer Donauufer. Als Geschützturm kontrollierte er den Schiffsverkehr flussabwärts und den Übergang zwischen den Donaubastionen. Heute wird das Bauwerk von einer Jugend- und Kulturinitiative genutzt.
Die Untere Donaubastion (Werk XXIV) sicherte die östliche Donaufront der Ulmer Hauptumwallung. Erhalten ist vor allem das mächtige Reduit, das heute unter anderem eine Schule, eine Außenstelle des Stadtarchivs und ein Medienzentrum beherbergt. Die Bastion entstand zwischen 1845 und 1855 und konnte einst über tausend Mann aufnehmen.
Die Obere Gaisenbergbastion (Werk XIX) war ein Kernwerk der östlichen Bergfront der Bundesfestung. Erhalten ist das Reduit, in dem heute ein Verlag untergebracht ist, während Wall und gedeckter Weg als öffentlicher Pfad begehbar sind. Das begrünte Gelände oberhalb der Stadt führt zurück zur nahen Wilhelmsburg und schließt den Rundgang.